Rheinfeiern mit Clueso und den Fantastischen Vier

Januar 16, 2010 at 1:02 pm Hinterlasse einen Kommentar

Nicht einmal die Bahn mit ihren ver(r)eisten Oberleitungen konnte uns davon abhalten, uns die ultimative Silvesterparty in Köln mit Clueso und den Fantastischen Vier zu gönnen. Um 10.00Uhr ging es am 30.12. von Kassel Wilhelmshöhe los, zunächst mit unplanmäßigem Zwischenstopp in Göttingen, Hannover, Hamm und diversen anderen Orten mit diversen Unterbrechungen und diversen Besuchen in Backfactory und diversen, schlecht beheizten Wartehallen, unser Ziel Köln immer vor Augen.

Irgendwann hatten wir es dann schließlich geschafft (zumindest bis hierher).

Natürlich hatten wir nicht die völlig überfüllte S-Bahn Richtung RheinEnergieStadion auf dem Plan. 90% der Insassen hatten wohl auch unser Ziel. Ein netter Plausch mit der Frau vom Rettungsdienst, ein Büschel Minze im Genick von denen, die es sich zuhause mit einem Mojito gemütlich machen wollten anstatt sich das Gewühl anzutun, das scheinbar nur auf uns gewartet hatte. Schließlich kamen wir an der Station an, folgten der Masse, zogen vorbei an einer 50 Meter langen Menschenschlange. Unsere Tickets warteten schon auf ihre Abholung. Inzwischen war es schon 19.30Uhr kölnischer Ortszeit und schon ziemlich kalt (-3°C). Also alles andere für jemanden, der sich dachte, es gehe hier um eine gemütliche Session im Warmen. Also, nichts für mich, die wohl noch immer an das Fanta 4 MTV Höhlen-Unplugged-Special erinnert war. Nun ja, mich sollte eine eisige Nacht erwarten.

Um 20.30Uhr waren wir dann auch endlich wenigstens in der Nähe unserer Plätze (wohlgemerkt, dass Pohlmann bereits um 20.00Uhr begonnen hatte und Clueso auch schon die ersten Songs ausklingen ließ). Schuld an der Verzögerung war meiner Ansicht nach vor allem die Organisation am Einlass. Es war ja nicht so, dass alle Zuschauer sich um fünf vor acht dachten, dass sie sich mal langsam auf den Weg machen könnten… Es gab nun auch mehrere Eingänge, allerdings immer nur mit maximal 2 Schleusen, was mich persönlich fast in den Wahnsinn getrieben hat. Aber nun gut.Wir hatten schließlich nach einigem Hin und Her auch unsere Plätze erreicht und konnten uns ganz dem Event hingeben. Ein riesen Stadion. Auf der einen Seite des Fußballfeldes die Bühne, leider ohne Videoleinwand, sodass man von weiter weg nur erahnen konnte, wer da auf der Bühne performt. Davor eine riesige Menschentraube, die Ränge waren etwa zur Hälfte gefüllt. Vermutlich hatte der Veranstalter ein zweites “Heimspiel” im Hinterkopf, das die Fantas im Sommer vor der doppelten Anzahl an Zuschauern gespielt hatten.

Wie gesagt, wir haben uns in unseren gemütlichen “Business Seats” vor den Logen noch das Ende von Clueso ansehen können. Gut das auch hier wieder Motto war: “Das Beste kommt zum Schluss” und so erklang dann noch “Gewinner” und “Keinen Zentimeter” in unseren verfrosteten Ohren, auch wenn die Akkustik eher mittelmäßig war, was vermutlich daran lag, dass wir schräg, fernab des Abstrahlwinkel der Line-Arrays saßen. Clueso machte das Beste aus der halbausverkauften, leicht eisigen Situation. Leicht sticheln verabschiedete er sich mit den Worten: “Na, da wird sich der Thomas aber nicht bei seinem Krieger ausziehen!”. Wer’s glaubt ;-).

Die Umbauphase dauerte nicht nur eine gefühlte Ewigkeit. Die Kälte wurde immer schneidender und die Frage kam auf, wer sich zum Teufel so etwas ausdenkt.

Die Menge wurde lauter als zunächst das Orchester und dann die Fantastischen Vier die Bühne betraten. Für die wartenden Zuschauer hatte es sich plötzlich gelohnt, die Show war wirklch umwerfend. Um ehrlich zu sein, ich dachte vorher immer, dass die Fantas nun ja auch nicht mehr die Jüngsten seien und nun die Sache vielleicht ruhiger angehen würden, aber damit lag ich genau so falsch wie Clueso mit seiner Abschiedsrede. Trotz Minusgraden ließ Thomas D. bei “Krieger” sein letztes Hemd fallen. Die Band fegte mich regelrecht vom Platz. Alle chartsbekannten Songs wurden performt, nichts ausgelassen. Wahnsinn!

Gespannt näherten wir uns dem Jahreswechsel.

Kurz vor Null Uhr brachte die Band eine “Atomuhr” (oder so) auf die Bühne und zählten den Countdown zusammen mit einem ganzen Stadion. Und zackkk! 0.00Uhr – prosit Neujahr! Ein Feuerwerk wurde über dem nicht vorhandenen Hallendach sichtbar. Neben der Bühne schossen links und rechts die Raketen in den Himmel bzw. direkt unters Stadiodach, Zitat Thomas D.: “Oh. The roff is on fire!!!”. Die Band umarmte sich freundschaftlich und das Stadion verfiel in Wohnzimmer Stimmung, fiel sich um den Hals und wünschte sich ein frohes Neues. Noch während die Feuerwerkskörper lustig vor sich hinpoppten, ging es weiter: The Show must go on! Es folgte “Populär” und noch einige weitere Songs. Als die Band schließlich die Bühne verließ, spielte das Orchester noch einmal auf. Ein Walzer. Und die Menge vor der Bühne tanzte! Ein Wahnsinn.

Was folgte war noch ein Rennen einiger wenig bis gar nicht bekleideten Flitzer über den Platz. Wie sich später herausstellte handelte es sich hierbei um keine Unbekannten. Lol.

Wir ließen den Abend noch auf der Aftershow Party ausklingen und schleppten und dann durchgefroren wieder zum Bahnhof, wo es dann ohne wirklich viele weitere Probleme über Frankfurt wieder zurück nach Kassel ging. Wahnsinn.

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Die Schröders – Auf Abschiedstour

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